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Gone in 60 Seconds (DVD & Blu-Ray)

Das Original von 1974 neu aufgelegt

Der jüngeren Generation dürfte der Kultfilm „Gone in 60 Seconds“ vor allem durch das ziemlich mittelmäßige Bruckheimer-Remake mit Nicolas Cage aus dem Jahr 2000 ein Begriff sein. Nun erscheint das Original von 1974 in restaurierter Fassung und mit umfangreichem Bonusmaterial auf DVD und Blu-Ray. H. B. Halicki schuf damals eine Perle des Independent-Kinos, deren Highlight, eine vierzigminütige Verfolgungsjagd, bis heute eine Augenweide ist.

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Eine Truppe Profidiebe soll rund vierzig Luxuskarossen klauen, und sie machen ihren Job verdammt gut. Den Wagen geben sie Frauennamen. Nur eines der Mädels, den 1971er Ford Mustang „Eleanor“ geben sie kurzfristig zurück, als sie erfahren, dass der Wagen nicht versichert ist und der Besitzer den Schaden hätte. Bei dem Versuch, sich einen Ersatz unter die Nägel zu reißen, wird Langfinger Pace (Halicki) von der Polizei beobachtet, und es beginnt eine der legendärsten Verfolgungsjagden der Kinogeschichte, in deren Verlauf fast hundert Autos geschrottet werden.

Halicki, der 1989 starb, war ein Autonarr und erfüllte sich mit „Gone in 60 Seconds“ einen Traum. Aufgrund des knappen Budgets besetzte er alle Rollen mit Freunden und Bekannten, und das Acting ist tatsächlich ebenso lausig wie das Drehbuch, doch das ist locker verkraftbar, denn der Streifen hat andere Werte. Beim Dreh ging dann auch so einiges mächtig schief. Es geschahen gleich mehrere schwere Unfälle, in zwei davon war Halicki selbst verwickelt, zuletzt als er „Eleanor“ bei Tempo 100 gegen einen Laternenpfahl rammte. Als er im Krankenhaus erwachte fragte er bloß: „Haben wir das auf Film?“ Tatsächlich wurden alle ungeplanten Crashs in den finalen Schnitt mit aufgenommen. Halicki, der den Film produzierte, Regie führte, einen Großteil der Autos selbst mit ans Set brachte und auch noch die Hauptrolle übernahm, realisierte ein aberwitziges Projekt, das in der Folgezeit zum Kultfilm avancierte, den auch Quentin Tarantino in „Death Proof“ zitiert.

Der 70er-Jahre-Trash-Charme weiß auch heute noch auf ganzer Linie zu überzeugen. Stunts, die heute gemütlich am Computer erstellt würden, drehte Halicki noch live und in Farbe und riskierte dabei manches Mal seine Gesundheit und die seiner Crew. Ebenso sehenswert wie der Film selbst ist das umfangreiche Bonusmaterial, das hinter die Kulissen blickt. (gw)


Datum: 06.09.2013

 

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