logo
Werbung;
Cineastentreff Kino Film HomeCinema - Neu auf DVD Kino Film Der Dieb der Worte (DVD & Blu-Ray)

Der Dieb der Worte (DVD & Blu-Ray)

Wer klaut hier bei wem?

Plagiate sind ein Problem, das immer größere mediale Aufmerksamkeit erhält. Ob es nun Doktorarbeiten von Politikern oder Romane von Schriftstellern sind, Plagiate sind weit mehr als bloß ein Ärgernis. Sie verursachen wirtschaftlichen Schaden für die eigentlichen Urheber, machen aber, wenn sie denn aufgedeckt werden, auch klar, wes Geistes Kind der Plagiator ist. Im Hollywood-Streifen „Der Dieb der Worte“ klaut ein erfolgloser Autor das Werk eines Unbekannten und kommt damit zu Geld und Ruhm, doch natürlich holt ihn seine Untat ein. Der Streifen erscheint am 18. Oktober fürs HomeCinema.

Werbung;

 

Rory Jansen (Bradley Cooper) ist jung, gutaussehend und liebt eine junge, gutaussehende Frau (Zoe Zaldana), die seine erfolglosen Ambitionen, ein erfolgreicher Schriftsteller zu werden, unterstützt, und daher auch akzeptiert, dass sich das Paar in einer teuren Stadt wie New York mit einer kleinen Wohnung und äußerst begrenzten Mitteln zufriedengeben muss. Rorys Vater sieht das naturgemäß anders. Er hilft seinem Sohn zwar finanziell, aber langsam neigt sich seine Geduld dem Ende, und als die Verlage ihn mit Absagen bombardieren, fordert er seinen Sprössling auf, sich eine „richtige“ Arbeit zu suchen und einzusehen, dass ihm eben das Talent fehlt.

Eines Tages fällt Rory ein Manuskript eines unbekannten Autors in die Hände, ein Buch, das ihn fesselt und fasziniert. Wochenlang ringt er mit sich, doch dann bietet er es einem Verlag an. Unter seinem Namen. Das Werk über einen Soldat im Zweiten Weltkrieg schlägt ein, wird zum Bestseller, die Kritiker jubeln, Rory wird mit Literaturpreisen überhäuft. Doch dann taucht der wahre Autor (Jeremy Irons) auf...

All das ist die Handlung des neusten Romans von Clay Hammond (Dennis Quaid), der von einer jungen Studentin (Olivia Wilde) mit Fragen traktiert wird, die weiter gehen als ihm lieb sein kann. Was ist Realität, was Fiktion? Wie weit ist der Autor von seinen Figuren entfernt, wie nah ist sein Stoff dem, was er wirklich erlebt und getan hat? Sind Jansen und Hammond vielleicht sogar ein und dieselbe Person?

Der Stoff bietet viele Möglichkeiten, mit den Metaebenen des Erzählten zu spielen, doch unterm Strich belässt es das Drehbuch bei einer recht einfachen und durchschaubaren Handlung, die zwar hier und da Überraschungen und Einsichten bietet, insgesamt aber doch zu sehr aufs Massenpublikum schielt, um wirklich überzeugen zu können. Trotzdem sind vor allem die großartigen Darsteller sehenswert, allen voran Irons als gebrochener Mann, dem alles genommen wurde. (gw)


Datum: 17.10.2013

 

 
Werbung;

 



itemid = 39 - errorid = 6031 - id = 9562 - task = view - option = com_content - limitstart= 0