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Crawlspace (DVD & Blu-ray)

Solider Horrorthriller aus Down-Under

Klaustrophobische Enge und eine unbekannte Bedrohung, das sind Zutaten, die bereits Filmen wie „Alien“ zu Hochspannung verholfen haben. Auch in den unzähligen B-Filmen, die jedes Jahr direkt für den DVD-Markt produziert werden, sollen unheimliche Geräusche in Lüftungsschächten für rasante Unterhaltung sorgen. Bei der Low-Budget-Produktion „Crawlspace“ funktioniert das allerdings nur auf halber Strecke, da die stereotypen Charaktere und das viel zu redselig geratene Finale mächtig auf die Bremse treten.

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1966 errichtete die australische Regierung zusammen mit den USA zwecks geheimer Experimente eine unterirdische Forschungsstation mitten im australischen Outback. Eines Tages bricht plötzlich der Kontakt ab und eine Elite-Einheit wird ausgesandt, um mögliche Überlebende zu retten und dabei die Spreu vom Weizen zu trennen. Gerettet werden sollen nämlich nur die Mitarbeiter vom Forschungsteam, die Gefangenen dagegen, die seit Jahren schon als Versuchskaninchen dienen, sollen ohne Wenn und Aber erschossen werden. Warum das so ist und was den Kontaktabbruch ausgelöst haben könnte, wird von den Männern und Frauen, die sich durch die engen und mit Leichenteilen übersäten Korridore schießen, erst einmal nicht hinterfragt, bis sie auf Eve treffen, die sich durch ihre Kleidung eindeutig als Gefangene ausweist. Der Chief der Einheit erkennt in ihr jedoch seine tot geglaubte Ex-Frau. Eve kann sich ihrerseits an nichts erinnern, dass sie aber nicht so unschuldig ist, wie sie auf den ersten Blick scheint, wird deutlich, als bald darauf einer der Männer durch den Angriff eines vermeintlichen Monsters ums Leben kommt. Tatsächliche Monster gibt es nämlich gar keine in der Station. Wie der Chief und seine Leute beim Aufeinandertreffen mit einigen überlebenden Wissenschaftlern erfahren, handelte es sich bei ihrer Arbeit um Experimente, bei denen Halluzinationen hervorgerufen werden, und Eve ist der Schlüssel zum Erfolg oder eben auch Misserfolg der Aktion.

Übersinnliche Soldaten, die zum Selbstmord oder zum Mord an den eigenen Männern zwingen und dabei Halluzinationen auslösen können, die Idee ist recht originell und über weite Strecken auch spannend und mit wohl dosierten Splattereinlagen umgesetzt. Die Optik, aber auch die Musik und die Geräuschkulisse erinnern stark an die „Alien“-Filme, ansonsten würzt Regisseur Justin Dix (Special Effects für Star Wars II und III) seinen Erstling mit ein bisschen „Event Horizon“ und einer Prise „X-Men“, allerdings haben alle diese Vorbilder allesamt ein besseres Feeling für die Figuren, die in „Crawlspace“ arg blass und klischeehaft bleiben. Wer nicht allzu viel erwartet, findet hier einen solide inszenierten Horrorthriller mit einigen spannenden Momenten, alle, die nach Sicht des Trailers mehr erwarten, werden sicher enttäuscht sein.

„Crawlspace“ erscheint ab dem 06. Dezember auf DVD und Blu-ray. Neben dem Film wird als Extra noch ein Making-of mit knappem Blick hinter die Kulissen und netten Interviews mit dem Regisseur und den Produzenten geboten.

Katja Kutsch


Datum: 09.12.2013

 

 
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