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Kabale und Liebe
Im vergangenen Schiller-Jahr anlässlich dessen 200. Todestages wagte sich Film- und Theaterregisseur Leander Haußmann an eine Fernsehversion des bürgerlichen Trauerspiels \Kabale und Liebe\. Mit Verzicht auf Bildungsbeflissenheit gewinnt sein Schiller an Leben. Die Dramaturgie ist gestrafft, das Ensemble ausgewählt: Neben August Diehl, Götz George, Katja Flint und Katharina Thalbach spielte die damals 18-jährige Neuentdeckung Paula Kalenberg. Nach der Ausstrahlung bei ZDF und 3sat im Oktober 2005 kommt die deutsch-österreichische Koproduktion nun ins Kino.
Meinung:
Eine enttäuschende Umsetzung, die dem Original vielfach die Wucht nimmt. Haußmann will Schiller offensichtlich mit den Mitteln des Action- Kinos konsumierbar machen, was dieser aber gar nicht nötig hat. Katja Flint ist ein Lichtblick, Götz George mit seinen dahingenuschelten Turbosätzen ein Ärgernis. Vollends nervend aber die eingesetzte Musik. Die Auswahl (von Django Seelenmeyer) ist völlig unpassend, wohl dem, der wie ich die Möglichkeit des schnellen Vorlaufes hat...