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Diskussion zu "La Vie En Rose"

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  #1  
Alt 18.03.2007, 20:05
admin admin ist offline
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Registriert seit: 22.11.2006
Beiträge: 60
Standard Diskussion zu "La Vie En Rose"

zum ursprünglichen Artikel: La Vie En Rose

Natürlich endet der Film mit \Non, je ne regrette rien\. Kurz, turbulent und exzessiv war das Leben von Edith Piaf, die auf den großen Bühne noch viel kleiner wirkte, als sie es ohnehin war. Aber sie bereute nichts, und der Chanson, den sie da zum Ende ihrer Karriere sang, ist mehr ein Statement als eine Zusammenfassung oder gar Entschuldigung. Es ist ein monumentaler Film, den Olivier Dahan aus dem Leben des \Spatzen von Paris\ gemacht hat. \La Vie En Rose\ - das sind große Bilder, schwelgerische Kamerafahrten, Detailverliebtheit bei der verschwenderischen Ausstattung. Die ganze französische Nation huldigt mit dem Regisseur ihrer großen Tochter, die doch in Wahrheit so klein und zerbrechlich war.



Meinung:
Kurzbericht zu La Vie en Rose

Nachdem ich am Wochenende in „La Vie en Rose “ war, möchte ich diesen Film kurz empfehlen. Der Film ist eine Edith Piaf Biografie.

Das wilde Leben der Edith Piaf ergibt einen abendfüllenden Film, der ohne Effekthascherei keine Sekunde langweilig wirkt.
Olivier Dahans La Vie en Rose will das ganze Leben von Anfang bis Ende der großen Chanteuse beschreiben.
Verständlich, dass bei dem wilden Leben der Edith Piaf, das selbst bei 140 Spielminuten Filmlänge nur in Teilen gelingen kann.

Der Film macht einfach Lust auf mehr und macht Lust auf die Biografie in Buchform.

La Vie en Rose ist typisch französisch und also ganz anders als Hollywood-Produktionen geschnitten. Olivier Dahan braucht sich mit seiner Arbeit, die sehr eigenständig erscheint, aber keinesfalls hinter Hollywood zu verstecken.

Nach der letzten Film-Biografie, die ich gesehen habe, „Das Wilde Leben “ über Uschi Obermaier, empfand ich den Film als sehr gelungen und kann mir gerade wegen dem Titel der Uschi Obermaier Biografie "Das Wilde Leben " ein Lachen nicht verkneifen.

Im Gegensatz zu „La Vie en Rose “ wirkt die Bio der Uschi Obermaier wie das Leben einer Klosterschülerin und zeigt auf allen Ebenen, insbesondere Schauspiel, Schnitt und Dramaturgie, wie einfallslos und amateurhaft der deutsche Film im Vergleich zu anderen Filmländern oft immer noch aussieht.

La Vie en Rose ist sicherlich ebenfalls kein Meisterwerk, aber solides Handwerk mit einer spannenden Geschichte, die sehr interessant und kurzweilig erzählt ist!

Gruß
Yoghurt

Geändert von text driver (19.03.2007 um 15:01 Uhr).
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  #2  
Alt 28.03.2007, 10:27
hippo82
 
Beiträge: n/a
Standard

Auch ich habe am Wochenende den Film gesehen und kann ihn keineswegs empfehlen. Man kann, um es auf Theaterdeutsch zu sagen, dem Affen nicht mehr Zucker geben. Der blanke Kitsch. Das hat die Piaf, ja das Gegenteil von Kitsch, wirklich nicht verdient. Grauenhaft, weil völlig überzogen, gespielt. Die dramaturgische Struktur bzw. der Zeitsalat, mit dem die Geschichte zugleich von vorne und von hinten erzählt wird, ist eine Zumutung. Auch ist Geschichte völlig ausgeblendet, die Zeit der deutschen Besatzung, ihre Rolle in der Résistance, dass sie vielen Menschen das Leben gerettet hat, die Befreiung von Paris, ihre Freundschaften usw usw. Aber das passt ja auch nicht ins Kitschkino.
Eine posthume schwere Körperverletzung, gegen die sich die Piaf leider nicht mehr wehren kann.
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