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Nichts als Gespenster
Bei der Berlinale 2003 war es aussichtslos, eine Karte zu Martin Gypkens Debüt "Wir" zu bekommen. Der Episodenfilm sprach sich in Lichtgeschwindigkeit herum, weil der gebürtige Bonner so exzellent mit seinen zwölf Darstellern jonglierte, für die es darum ging, Entscheidungen zu treffen. Jetzt verknüpft er die Geschichten von Judith Hermann zu seinem nächsten Kinofilm und drehte mit einer exzellenten jungen Schauspielerriege, nur um zu beweisen, dass sein Erfolg kein Zufall war: "Nichts als Gespenster".
Meinung:
Wie unterschiedlich man doch Filme sehen kann
Zitat:
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"Konturlose Leute fahren irgendwohin und finden sich selbst. Außerdem finden sie noch zur Erkenntnis, daß es total sinnlos war, irgendwohin zu fahren. Der Film, den Martin Gypkens inszeniert hat, übersetzt den »atemlosen« Effekt von Judith Herrmanns parataktischen Reihungen in grausames Overacting. Weil er keine Sprache für die endlosen inneren Monologe von Herrmanns Protagonisten findet, muffelt ein Teil der Darsteller (Fritzi Haberland, August Diehl) beständig herum, ein anderer zappelt und quasselt (Wotan Wilke Möhring) oder grinst so angestrengt, daß eine Gesichtsschmelze befürchtet werden muß (Chiara Schoras), ein dritter (Stipe Ercek, Karina Plachetka) wirft sich bedeutungsschwangere Blicke zu." Tom Dorow in der Jungen Welt
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Ich weiss nicht, ob ich mir den Film anschauen muss, weil ich schön das Buch völlig entnervt beiseite gelegt hab.
Grüsse