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#1
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zum ursprüngliechen Artikel: Nervig: The Limits of Control will um jeden Preis Kunst sein
Symbolik, hypnotische Musik, poetische Bilder: Das wird oft für Kunst verkauft. Doch wenn Filme nur noch daraus bestehen, schleicht sich beim Zuschauer langsam die Frage ein, ob das Ganze nicht doch nur dazu da ist, um über einen fehlenden Plot hinwegzutäuschen. „Limits of Control“, der neue Jim-Jarmusch-Film, ist so eine Meditationsübung. Der Hauptdarsteller (Isaac de Bankolé) heißt einfach „geheimnisvoller Fremder“, befindet sich auf einer geheimnisvollen Reise und spricht insgesamt nicht mehr als fünf Sätze aus. Mit der namhaften Besetzung, zu der u.a. Tilda Swinton, Bill Murray, John Hurt und Gael Garcia Bernal gehören, verhält es sich genauso: Sie alle sind nur seltsame Stationen auf dem Weg des Fremden, dessen Ziel bis zum Schluss unbekannt bleibt, ständig aber den Eindruck erzeugen will, es sei äußerst philosophisch. Ob nun Kunst oder nicht: „Limits of Control“ stellt den Zuschauer auf eine Geduldsprobe. Meinung: Fehlender Plot? Keineswegs. Der Aufrag des Unbekannten besteht aus mehreren Stationen. Wir folgen ihm. Die dargestellten Orte und Hintergründe sind spanndend: bestehen aus akustischen und visuellen Bildern, die keinesweges den Zuschauer "auf die Geduldprobe stellen". Diejenigen, die gespannt auf ihre Umwelt sind, die nicht jeden Tag zur Arbeit rennen und nichts rund um sich merken, die das ganze Leben lang im Stress sind, diejenigen werden den Flm nicht genervt fühlen werden. "Meditationsübung"? - Für mich - keine Anstrenungen. Für die meisten - ja. Um eine Pause in unserem hastigen Leben einzulegen, möchte ich gerne mit einem Menschen wie Jim Jarmusch meditieren. Warum nicht? Dafür sind mir 7€ nicht zu schade. |
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#2
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....also ich bin der Faszination des Films komplett erlegen. Hab ihn mir einmal im Kino und einmal zuhause angesehen.
Dass Jarmusch nichts für Alle ist - und dieser Film auch manche Fans überstrapaziert - hat man ja schon allenthalben mitbekommen und muss sich damit abfinden. Wohingegen ich aber meine, dass david.lynch (!) es auf den Punkt gebracht hat. Denn man sollte sich natürlich auf "Entschleunigung" und die Entdeckung der Langsamkeit einlassen (können) um diesen Film herausragend zu finden. Jarmuschs Worte in einem Interview: "Ich liebe die Gedichte von Pablo Neruda über ganz gewöhnliche Dinge, wie die Ode an seine Socken. Wir neigen dazu, die kleinen Dinge des Lebens zu unterschätzen... Der Film ist sehr ruhig, ein Stillleben folgt auf das andere. Das Erzähltempo passt sich der Figur an, die ganz und gar in sich ruht. So muss es sein, der Held gibt den Rhythmus vor, er ist der Taktgeber." Und weils so schön ist noch was von Wim Wenders: "Das Inszenieren von Träumen gehört zu den aufregendsten Aufgaben beim Filmemachen - eigentlich besteht das ganze Filmemachen ja nur daraus..." Mein Statement also: Als Filmfreak (und Christopher-Doyle-Fan) ist das für mich Jarmusch at its best - und ich werde ihn mir bestimmt nochmal ansehen....! Geändert von LaJetee (15.08.2010 um 12:17 Uhr). |
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