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There Will Be Blood
Das Ölgeschäft ist ein schmutziges, damals wie heute. Für Öl werden nicht nur in der Gegenwart Kriege geführt. Als einer der Grundpfeiler der amerikanischen Nation kostete die Gier ums Öl auch in den Weiten des amerikanischen Westens Menschenleben. Vordergründig wurde zwar vornehmlich geschachert: um Landrechte, Überführungslizenzen, Verteilungsallianzen. Doch wer Erfolg haben und Gewinn machen wollte, musste alle Skrupel ablegen und über Leichen gehen. Und sei es allein die Kenntnis um die Gefahren der Ölförderung in den Anfangsjahren. Da wurden Arbeiter tief unten in den Bohrgruben von herabfallenden Stahlrohren durchbohrt, oder es fiel ihnen einfach ein Eimer auf den Kopf, weil ein Seil riss. Am gefährlichsten aber waren Explosionen durch unvorhersehbar ausströmendes Erdgas. Das alles macht Paul Thomas Anderson in seinem neuen Film \There Will Be Blood\ auf eindrucksvolle Weise zum Thema. Acht Oscarnominierungen waren der Lohn.
Meinung:
Große Bilder hat der Film, die physische Arbeit des Ölgeschäfts wird einem sehr nahe gebracht, auch der Konflikt zwischen Daniel Plainview und dem Prediger ist sehr spannend. Aber ich hätte gerne mehr gewusst über das Machtverhältnis zwischen den unabhängigen Ölsuchern wie Plainview und die etablierten Ölkonzerne gegen die er ankämpft. Auch das Finale gefällt mir gar nicht. Es wirkt aufgesetzt, dass der große Held zum Schluss umso tiefer fällt ist ein allzu bekannter Topos.