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Wenn Liebe so einfach wäre, gäbe es diesen Film nicht
Man findet einander, man verliert einander, dann findet man wieder einander: Nach diesem Schema bewegt sich nahezu jede romantische Komödie aus der Traumfabrik. Und doch zeichnet dieses Genre jedes Mal Erfolge, die man nicht für möglich gehalten hätte angesichts der ewigen Wiederkehr des Gleichen. Auch „Wenn Liebe so einfach wäre“ bewegt sich innerhalb des bekannten Rahmens. Was die Qualität dieser Liebesromanze ausmacht, ist jedoch die Tatsache, dass wir es hier mit zwei Darstellern zu tun haben, die nicht für dieses Genre abonniert sind: Meryl Streep und Alec Baldwin. Die beiden verleihen dem Film, der sich mit dem Gefühlschaos jenseits der 50 auseinandersetzt, eine Authentizität, die man in den meisten gefühlsduseligen Romanzen vergeblich sucht. Und doch geht das Ganze nicht über gute Unterhaltung hinaus.
Meinung:
Ich war gestern in dem Film und muß sagen, gaanz ganz wunderbarer Film. Ich mag sowieso die Komödien und Melodramen von Nancy Meyers/Charles Shyer oder auch Rob Reiner/Nora Ephron und für Starkino bin ich immer zu haben insbesondere wenns so sympathische Schauspieler wie Steve Martin und Alec Baldwin sind. Die "mit welchem Akzent gewinn ich dies Jahr den Oscar"-Schauspielerin Merryl Streep war zwar immer ein rotes Tuch für mich, in manchen Filmen find ich sie aber auch gut. Und hier agiert sie, wie auch Martin und Baldwin absolut wie aus dem Leben gegriffen glaubhaft und überzeugend, mit Falten und Mut zur Gefühligkeit, in allen Facetten. Das ist erwachsenes Kino mit erwachsenen, (ihrem Image) entwachsenen (z.T. einstiges Sex Symbol Baldwin, der sich hier teils mit Mut unvorteilhaft ablichten läßt) Schauspielern.
Wie schon in dem Vorläufer mit Jack Nicholson, Keanu Reeves und Diane Keaton vor einigen Jahren liefert hier Meyers wieder gekonnt eine Mischung aus Dialogkino, Melodram und über den Film genau richtig dosierten Einsprengseln an Situationskomik. Zwei Stunden köstliche Unterhaltung. 9/10