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Eher Geschichtsdoku als Spielfilm: Operation Walküre
Hollywood-typische Kitsch und Pathos sucht man in \Operation Walküre - Das Stauffenberg Attentat\ umsonst. Ein Pluspunkt. Doch das schon im Vorfeld umstrittene Werk Bryan Singers („Die üblichen Verdächtigen“) verfällt dem anderen Extrem. Die Geschehnisse um den 20. Juli 1944 werden so trocken und sachlich abgearbeitet, dass „Operation Walküre“ eher einer Geschichtsdoku als einer Hollywood-Produktion ähnelt. Das unterkühlte Schauspiel Tom Cruises trägt auch nicht gerade dazu bei, dass der Zuschauer einen Bezug zum Geschehen entwickeln kann. Doch der Film erfüllte seinen Zweck: Er brachte der Welt diese weitgehend unbekannte Episode deutscher Geschichte näher. Für das deutsche Publikum, das mit dieser vertraut ist, hat das historische Drama aber wenig zu bieten.
Meinung:
2 Kritikpunkte am Artikel:
"Die Geschehnisse um den 20. Juli 1944 werden so trocken und sachlich abgearbeitet, dass „Operation Walküre“ eher einer Geschichtsdoku als einer Hollywood-Produktion ähnelt."
Wer den Film gesehen hat, wird ihn alles andere als "trocken und sachlich abgearbeitet" finden. Bryan Singer hat den Film zu einem echten Thriller gemacht, bei dem man, obwohl der Ausgang klar ist, doch fast meint, das Attentat könnte vielleicht doch noch gelingen. - Und das bei ziemlich akkurater Wiedergabe der historischen Fakten.
"...das deutsche Publikum, das mit dieser [Geschichte] vertraut ist..."
Darauf würde ich ja nicht wetten. Ich denke, es gibt noch so einige Deutsche, die durch den Film durchaus Neues erfahren/dazugelernt haben. ;-)
Ich persönlich kann den Film jedenfalls nur empfehlen!