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#1
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Nachdem man früher allerhöchstens einen guten deutschen Film pro Jahr zu sehen bekam, der sich von all den lächerlichen Sat1 Schmonzetten und Katastrophen-Zweiteilern abheben konnte, sich aber dennoch meist immer mit den dunklen deutschen Kapiteln der NS-Zeit und der DDR auseinandersetzte, scheint es in letzter Zeit immer mehr gute deutsche, und vor allem origenellere Filme. Wurde man früher immer entweder mit Sommerinternatsfilmen, lustigen Ostalgieschinken oder allen möglichen Episoden der Hitlerherrschaft bombardiert (aus denen ja der eine oder andere Superfilm hervorstach wie z.B. Der Untergang, Goodbye Lenin! oder Crazy) scheint es jetzt wieder bergauf zu gehen. "Ein Freund von mir", "Das Leben der anderen" (oscarnominiert), "Elementarteilchen" oder auch "Wo ist Fred!?" (amerikanische Vorlage) zeugen von mehr Bereitschaft zu neuen Themen, ein ähnlicher Trend, wie in den 90er Jahren bzw. Anfang des neuen Jahrtausends (Knockin' on heavens door, Der bewegte Mann oder Das Experiment).
Auch wenn die ganzen tragisch komischen Beziehungsdramen respektiere war das deutsche Kino auf allen Ebenen immer zu einfach, genauso wie ich das Gefühl habe, das spanische Kino besteht nur aus schicksalhaften Panoramadramen. Ich wollte hiermal nachfragen ob ihr das ähnlich seht oder ob ihr immer Fan von deutschem Kino wart und welche Schauspieler ihr für wirklich konkurrenzfähig haltet. Mir persönlich gefällt keiner so herausragend gut, dass ich ihn mit amerikanischen Darstellern vergleichen könnte (vielleicht noch Moritz Bleibtreu), aber diese "Veronika Ferres-Heiner Lauterbach-Pseudoacting" Zeit scheint endlich ein Ende gefunden zu haben.
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His Judgment Cometh |
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#2
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Also das stimmt momentan ist wieder ein Aufschwung zu verzeichnen, zumindest was die Aufmerka´samkeit der Öffentlichkeit und die finanzielen Erfolge angeht, insgesamt war der deutsche Film aber schon immer gut die guten Filmen waren aber in teils nur in Programmkinos zu finden.
Die grossen Erfolge (vorallem "Der Untergang") find ich ja eher durchscnittlich, die wirklichen Reisser laufen immer noch am Rande, ein paar Beispiele: Agnes und seine Brüder ANtikörper Kurz und Schmerzlos Im Juli Verschwende deine Jugend Was nützt die Liebe im Gedanken Gegen die Wand Barfuss Gloomy Sunday Napola Was die Schauspieler angeht nenne ich auch mal ein paar: Mario Adorf, Götz George, Moritz Bleibtreu, Klaus Maria Brandauer, Franka Potente, Heike Makatsch, Jessica Schwarz, Sibel Kekilli, Birol Ünel, Mehmet Kurtulus, Tom Schilling, Ben Becker, Joachim Krol, Thomas Kretschmer (ich liebe ihn) Was Regisseure angeht auch ein paar Namen Fatih Akin (gegen die Wand) Tom Tykwer (aktuell: Das Parfüm), Christian Alvert (aktuell: Case39 mit Renee Zellweeger) oliver Hirschbiegel (aktuell: INvasion mit Nicole Kidman und Daniel Craig) Benjamin Quabeck (Verschwende deine Jugend) Oskar Roehler (Elementarteilchen) Und da viele der genannten Personen international tätig sind zeigt das auch, dass der deutsche Film mehr als konkurenzfähig ist. |
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#3
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...aber im Vergleich ist man zwar international tätig und bei mehr Möglichkeiten würde ich diesen Leuten auch mehr zutrauen, aber zum jetzigen Zeitpunkt (auch wenn einige Regisseure mal mittelmäßige Filme mit Stars machen dürfen) sind das nur Nuancen...und die aufgezählten Darsteller...na ja...das ist alles nicht universell genug, heißt auf seiner Ebene immer ganz nett und auch mal gern für ne Oscarnominierung als Best Foreign Language Picture gut, aber mehr nicht...
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His Judgment Cometh |
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#4
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Letzendlich kannst du den deutschen Markt aber auch nicht mit dem amerikanischen vergleichen. Dann sind nämlich so wie du es darstellst alle Filmländer nur zweitklassig, z. B. Japan, Korea, Spanien, Frankreich, England.
Warum sind denn die amerikanischen Stars Stars, weil ihre Filme weltberühmt sind und ein enormes Marketing hinter den meisten Filmen steht. Die Messlatte kann nicht das Budget sein sondern das was man aus seinem Budget macht, letzendlich haben selbst zweitklassige Komödien ein 2stelliges Millionen Budget, während bei uns selbst bei Grossproduktionen einstellige Millionenbeträge stehen. Schau in die sechziger und siebziger Jahre da waren grosse international erfolgreiche zum grossen Teil aus Europa. Heute nicht mehr weil die Industrie ne ganz andere ist. Ein Birol Ünel kann neben Matt Damon oder nem Tom Cruise durchaus bestehen, Götz George und Mario Adorf spielen die locker an die Wand, von Klaus Maria Brandauer ganz zu schweigen, der steht für mich durchaus auf De Niro Level. Warum sind die Leute denn oft aus Hollywood zurückgekommen, nicht wegen fehlenden Angeboten sondern wegen der Arbeitsumstände siehe Franka Potente Takeshi Kitano, Tchechy Karyo, Gerard Depardieu, Til Schweiger. Stars sind nicht unbedingt Stars weil sie so wahnsinnig gut spielen oder Filme machen können sondern weil ihre Namen das Publikum ziehen. Aber insgesamt gesehen sind wir eh alle Hollywood geschädigt. |
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#5
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Das man da vom Marketing geblendet sein kann ist klar, mein Satz war vom Satzbau her etwas unglücklich weil ich speziell eigtl die Filme und Drehbücher meinte, die Darsteller kann man da schwer beurteilen zugegeben...ich gestehe mir da ein dass ich durch jahrelange Missachtung des deutschen Kinos (weil es oft so gewollt und nicht gekonnt aussah) viellciht von Hollywood und dem way of life eingenommen bin...schauspieler wiede niro, nicholson, hoffmann, pacino usw sind ja auch stars und unbestritten die elite des actings auch unter kritischem auge, man kann also nicht immer mit dieser antihaltung alles was viel geld hat ist irgendwie falsch aufwarten (was auch glaub ich nich das thema war)...
und dass filme aus europa besonders die alten viel einfluss hatten (bes. UK) ist klar, aber da haben es ein Österreicher wie Maximilian Schell (bester nicht anglophoner Darsteller Hollywoods) ein Schweizer wie Emil Jannings oder ein urspr. Österreich-Ungar wie der brillante Billy Wilder, einer der besten Regisseure Hollywoods oder Roman Polanski aus Polen geschafft Hollywood zu erobern und sind auch Stars, also verzerr es nicht dahingehend dass die achso unterschätzten deutschen Darsteller zu gut für Hollywood sind.
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His Judgment Cometh |
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#6
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Ich weiß nicht mehr wann und wo aber Götz George hat in einem Interview mal von sich selber gesagt das er zwar mal nach Hollywood eingeladen wurde aber angst davor hatte bei der Konkurrenz nur zweitklassig zu spielen und ablehnte.
Was der Ausage dass der deutsche Film besser geworden ist natürlich nicht entgegen steht! Nur Weltklasse hat er eben nicht oder nur in Teilbereichen! Gruß Yoghurt
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Möge der Saft mit euch sein! Geändert von Yoghurt (18.12.2006 um 16:23 Uhr). |
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#7
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Völlig falsche Interpretation meiner Worte.
1. Ich liebe Al Pacino, De Niro, Nicholson etc. 2. Es geht nicht ums Geld an sich, ich meinte vielmehr das die Industrie in USA bei weitem nicht mit der deutschen zu vergleichen ist, mit viel Geld und einem riesigem Pool von Filmemachern und Spezialisten (Visagisten, Komponisten, Tricktechnikern etc.) aus denen man sich den passenden aussuchen kann, kann man viel bessere Filme machen, sowohl was Ausstattung, Tricks, Sets, Szenarien, Aufnahmetechnik, Kopieren etc. und auch Marketing angeht. Und hier sind wir im Vergleich international durchaus konkurenzfähig. 3. Deutschlands stärken sind die kleinen Filme die von ihren Geschichten und Charakteren leben. die grossartigen Filme sind Dramen und die sind von Natur aus eher Arthouse Kino und wenn mal Grossproduktionen wie "Der Untergang"(absolut überschätzt) entstehen dann haben meist Globalplayer die Finger mit drin. 4. Klaus Badelt, Hans Zimmer, Gerd Fröbe, Roland Emmerich, Wolfgang Petersen, Bernd Eichinger, Wim Wenders, Hildegard Knef, Marlene Dietrich etc. 5. Ein Beispiel zum Thema Drehbücher: "Departed" nominiert für bestes Drehbuch bei den Globes und Wahrscheinlich dann auch bei den Oscars ist ein Remake von dem chinesischem "Infernal Affairs". 6. Letzendlich ist es schon Wiedersprüchlich Weltklasse zu sagen und dann Weltklasse mit Hollywood gleichzusetzen, da wir Weltklasse garnicht definieren können: Wie viele Filme kennt ihr aus Lateinamerika, Afrika, Russland, Kasachstan, Arabien etc. um Weltklasse zu definieren müssten die mit herangezogen werden aber wer kennt die Märkte wirklich ausserhalb des normalen westlichen Programms, was wiederum beweisst das es letzlich doch viel mit Geld zu tun hat. Worauf es mir ankommt ist einfach zu sagen das der deutsche Film nicht schlecht ist, sondern genauso herausragend wie der US-Markt ist für seine Verhältnisse halt. Wenn man die gesamten Produktionen der Hollywoodmaschinerie sieht dürfte das Verhältniss zwischen guten und schlechten Filmen wahrscheinlich viel schlechter ab als der deutsche Markt. Ich liebe US-Filme, deutsche Filme, französische, italienische, koreanische, japanische ..., hauptsache sie sind gut und das sind deutsche durchaus. |
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#8
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Ich halte den deutschen film ja nicht für schlecht!
Unbestritten sind Größen wie Roland Emmerich, Bernd Eichinger, Hildegard Knef und Marlene Dietrich wie auch andere. Nur ist die Frage was der deutsche Film mit diesen Größen macht? Roland Emmerich z.Bsp. wurde hierzulande in den frühen Jahren eher belächelt als ernst genommen. Es scheint leider eine deutsche Tugend zu sein, seine besten Talente aus dem Land zu ekeln. Leider nicht nur in der Film Industrie! Das Beste Beispiel war ja wohl unser Bundestrainer der WM! Erst kritisiert und angegriffen um dann eine Schleimspur zu legen! Der Man ist aber weg! Und niemand der Schleimer hat bis heute begriffen was er eigentlich wirklich vollbracht hat! Und exakt das gleiche macht dieses Land eigentlich mit allen Talenten die es hervorbringt! Die filmische Darstellung der Geschehnisse war im Übrigen auch mal wieder typisch deutsches Mittelmass! Schlechte Darsteller die Erzählung hat mit den tatsächlichen Ereignissen nur am Rande zu tun und vor allem mit geschmacklosem und vollkommen unpassendem Gedudel hinterlegt!Gruß Yoghurt
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Möge der Saft mit euch sein! Geändert von Yoghurt (18.12.2006 um 19:19 Uhr). |
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#9
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Zitat:
Wie gesagt, man kann nicht jeden Nicht-Hollywood-Film als rückständig betrachten und dass das japanische Kino seit Jahren sehr origenelle Filme produziert wie den "Departed" Vorgänger, ist Deutschland mit seinen Geschichten immer noch sehr einseitig meiner Meinung nach da der Status eines Schauspielers, Regisseurs, Autor etc. in GER noch sehr distanziert und pikiert erscheint. Ein Beispiel ist dass Veronica Ferres sich zu schade ist, eine Hure zu spielen, weil sie dann vielleicht negativ in der Gala oder der Bild erscheint, anstatt sich mit der Ausarbeitung der Figur zu beschäftigen. Ich habe zudem außer ein paar winzigen Beispielen die ich an einer Hand abzählen kann, dramaturgisch immer die Werke aus Übersee als deutlich besser empfunden, und zwar abgesehen von den ganzen Millionen Dollar Schinken... also die vielseitigkeit von de niro, brando, nicholson, hoffman, auch thornton etc. mit so deutschen TheaterAG Schauspielern gleichgesetzt. RÖÖÖÖÖÖÖÖÖPPPPPP
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His Judgment Cometh |
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#10
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Was mich bei deutschen Filmen immer wieder verstört - warum muss über alles derart breit geredet werden? Wenn alles längst klar ist, haben die Schauspieler meist noch längst nicht aufgehört darüber zu reden. Vielleicht gibt es kein Vertrauen in Gesichter? Generell sind deutsche Filme auf der bildlichen Ebene meist TV-Niveau. Es fehlt der Stilwille. Alles wird in Totalen und Schnitt-Gegenschnitt gezeigt.
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Does anybody care about the rules? Jeff Lebowski aka The Dude |
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