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#1
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Was ist denn in eurem Filmgiftschrank so?
Damit meine ich Filme die dermaßen politisch unkorrekt sind oder anstößig dass man sie am liebsten rückgängig machen würde. Ich denke da spontan an Sachen wie: Borat (Volksverhetzung etc...) Sin City (ich finde die Gewaltdarstellung verherrlichend und den gesamten Ton abstoßend. Allein die Szene mit den Hakenkreuzninjasternen finde ich diskussionswürdig) Saw (ähnlicher Grund...ein Film für Fetischisten ohne Sinn und Handlung) Führer Ex (Wichtiges Thema an sich...aber es ist schon abstoßend wenn man das mal bei youtube eingibt und nicht weiß worum es geht) Expelled (eine dummdreiste Religionspropaganda die jegliche rationale Grundlagen vermissen lässt)
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As my dear departed friend Lotus Weinstock used to say: "I used to wanna change the world. Now I just wanna leave the room with a little dignity." |
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#2
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da fällt mir jetzt auf die schnelle keiner ein.
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#3
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Da scheine ich ja eine geringe Toleranzschwelle zu haben.
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#4
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lol, scheint so
.also bei den genannten die ich kenne hab ich da nichts gross gegen einzuwenden.
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#5
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Also, zu den genannten Filmen:
Führer Ex und Expelled habe ich nicht gesehen und möchte mir somit keine Meinung erlauben. Borat, naja, also, Volksverhetzung sehe ich da nicht, es ist eine Komödie, die eher zeigt wie die Amerikaner bis heute noch sind. Und das man sich über das ein oder andere lustig macht finde ich völlig okay, wenn man bedenkt über was es alles komödien gibt und die Leute lachen. Wenn ich deine Meinung hier aufgreife das es Volksverhetzung ist, ist dann also Mario Barth auch nicht okay weil Frauenfeindlich? Und dazu gibt es ja noch einige weitere Beispiele, das nur weil über etwas gelacht wird man es ja nicht so extrem einstufen muss. Sin City, ein sehr guter Film, vor allem der künstlerische Aspekt in dem Film ist mehr als nur gelungen, von den Schnitten her, der Farbgebung und dem ganzen, es ist ein wirklich unglaublich gut gemachter Film. Gewalt ja, aber die ist in den heutigen Filmen überall, wenn du diesen Film, bzw. Filme (Saw) hast du ja auch genannt so siehst, wie ist es dann mit den ganzen Horror- und Actionfilmen. Ist das auch alles Gewaltverherrlichend? Filme wie Final Destination, Terminator, Halloween? Alles? oder wo setzt du da eine Grenze? Ich meine, der Film Sin City hat ja auch eine ganz klar Story und ist kein reiner Splatterfilm. und Saw genauso, wenn es in solchen Filmen wie denen von Saw nur um die Gewalt gehen würde, dann könnte da auch jemand wie in anderen Filmenrum laufen und alle einfach mit einem Messer oder ähnlichem brutal umbringen, aber aufgrund der Aufgaben die dort gezeigt werden ist ja ganz klar gezeigt das sich die Filmemacher etwas bei dem Film denken, und auch somit auf die Psyche des Mörders eingehen. |
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#6
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Naaaja.
Borat: er setzt Juden mit Kakerlaken gleich. Fragt wie schnell man fahren muss um Zigeuner zu töten. Et cetera. Die Staatsanwaltschaft hat offensichtlich das mit der Volksverhetzung angeprüft. Und der Verband der Sinti und Roma war auch nicht begeistert. Die Intention ist dabei irrelevant. Es geht ja nur um die Verbreitung. Dass der Typ selber Jude ist macht keinen Unterschied. Abseits davon werden die Amerikaner in dem Film nicht bloßgestellt. Die meisten reagieren durchaus normal und weitaus geduldiger als ich es würde. Er bringt seinen eigenen Kot an den Dinnertisch und die komplimentieren ihn höflich hinaus. Also bitte. Die beim Rodeo buhen ihn auch aus. Ich weiß nicht wo die Denunziation sein soll. Saw & Sin City: Saw ist der dümmste Horrorstreifen den ich kenne. http://www.youtube.com/watch?v=h_XaAYot-RY drückt es recht genau aus. Sin City ist gut gemacht. Ok. Aber die Szenen die Tarantino gemacht hat sind der übliche banale gewaltverherrlichende Scheiß den Tarantino immer macht. Tarantino hat bisher nicht bewiesen dass er etwas machen kann das einem Standardgenre entspricht. Für mich ist das eine billige Art sich einer Kritik zu entziehen. Einfach seinen eigenen Genre kreieren und das immer wieder wiederholen. Langweilig unkreativ und primitiv. Andere Horrorfilme nutzen Gewalt auch. Aber sie stellen sie nicht als ästhetisch und cool dar. Die Charaktere die sie einsetzen sind entweder dazu gezwungen oder psychologisch dazu veranlagt. Sie tun es nicht einfach weil es so im Skript steht. Terminator hat keine sonderliche Gewalt gegen Menschen zum Gegenstand. Und wenn ist es nicht detailliert gezeigt. Allein schon wegen der Altersbeschränkungen. Teil 2 kommt ohne Tote aus. Die Gewalt wird auch nicht als cool dargestellt. Nur der Charakter ist cool. Es geht um die innere Einstellung dazu und weniger das was dargestellt wird.
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#7
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borat: ist sicher ein umstrittenes werk, das hart an die geschmacksgrenze geht, und manchmal auch etwas weiter. find ihn nicht der brenner, aber eine erfrischende abwechslung .... muss ja nicht alles immer politisch korrekt sein, speziell was komödien ängeht. wer das ernst nimmt.....
saw: man mag das genre oder nicht. wer es mag, der findet in saw 1 ein intelligent umgesetztes werk....gute story, viel spannung und überraschende wendungen. die meisten artgenossen können da nur mit blut allein auftrumpfen. da gibts sicher massenweise dümmere "horror"-streifen. sin city: hab ich 1 mal gesehen und ist schon länger her. hab ihn nicht ganz so gut gefunden wie viele, aber dennoch ist er ebenfalls erfrischend anders gemacht als das übliche 08/15 zeugs. @daman was die tarantino kritik angeht... die meisten regisseure haben den immer gleichen stil, haben ein lieblings thema und ein lieblings genre, aber die wenigsten kreieren ein eignes genre. keine firma der welt wechselt das markenzeichen, solange es erfolgreich ist. ich mag seine filme...die dialoge, den sound die hommagen an andere kultfilme und genres etc. und gewalt verkauft sich nunmal gut. mir ist sie in filmen lieber (egal in welcher form) und ich vertrete eher die meinung der ventilfraktion und bezweifle, dass filme der auslösende faktor für gewalttaten sind, daher haben auch diese filme für mich eine daseinsberechtigung. terminator hat keine sonderlich detailierte gewalt gegen menschen (der ist übrigens ab 18) ? also wenn man sehen kann wie einer seine faust in den bauch eines menschen schlägt, ihn dann hochhebt und die mit blut übersströmte faust wieder rauszieht, find ich das schon ziemlich detailiert. und all die morde mit schusswaffen.... selbst wenn das alles nicht detailliert genug sein sollte, bezweifle ich, dass dies irgend ein erwähnenswerter unterschied ausmacht oder viel weniger gewaltverherrlichend ist. und btw, in terminator 2 gibts tote :P.
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#8
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Borat, Fuehrer Ex und Despelled hab ich nicht gesehen, aber was hast du, Damian, gegen Sin City? Ich finde jeden Bud Spencer Film gewaltverherrlichender als Sin City! Dort wird Gewalt verharmlost und lustig dargestellt. Darueberhinaus ist das auch, deutlich gezeigt, eine Comicverfilmung, also alles ziemlich irreal. Desweiteren ist der Film von Robert Rodriguez und nicht von Tarantino. Und was Tarantino angeht haben alle schon ihren Senf im Tarantino-Thread abgegeben.
Mir ist natuerlich klar dass dieser eroffnete Thread hauptsaechlich provozieren soll, da die genannten Beispiele eine absolut eigene Meinung von dir sind. OK! Ich finde kein Problem wenn die poltical correctness voellig ausser Acht gelassen werden, grade in der Szene wo Michael Douglas in "Falling Down" den Koreaner mit Spruechen belegt die, naja, ihm einfach mal sagt wie er das so finfet dass er in sein Land kommt und ihn hier uebers Ohr hauen will. Finde ich nicht nur sehr unterhaltsam sondern eben auch mal angebracht. Und in welchem Film wird keine Minderheit beleidigt. Der Serie "Friends" wurde vorgeworfen rassistisch zu sein weil kein Neger mitwirkte - total abgefahren. Und selbst ich als Ossi habe bei Harald Schmidt mich weggelacht bei seinen Ossiwitzen. Das ist freie Kunst - das ist Entertainmaent! SAW ist pures Entertainment, Fetisch ist was anderes. Das ist halt ein Hororfilm. Ich selbst mag ihn ja auch nicht, hab fast dieselbe Meinung wie der Rezesent. Mag eher die Gewalt die Haneke in seinen Filmen zeigt. Wenn es um politisch kontroverse Filme geht, Rosa von Praunheim brachte eine DVD raus, die heisst: Maenner, Helden, Schwule Nazis. Es ging da um Nazis bzw Ex-Nazis die schwul sind. Rosa haette wohl gesagt: Schwule die rechts sind. Das fand ich eben sehr fragwuerdig weil ich da einen Nazi aus anderen Reportagen kannte der Sprueche nannte wie: "Hitler ist der perfekteste Mensch" Auch wenn er in der rechten Szene nicht mehr aktiv ist, diesem Menschen sollte man einfach keine Plattform mehr bieten irgendwas zu sagen. Nur dass er nicht mehr aktiv ist heisst nicht dass er er jetzt anders denkt. Ich hatte waehrend er ganzen Doku so eine Wut im Bauch wo ich die Glatzkoepfe da reden hoerte... sehr fragwuerdig. |
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#9
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Sin City: soweit ich weiß hat Tarantino einige Szenen zu verantworten. Doch. Sowohl im Autorenbereich als auch hinter der Kamera.
Ich finde dass der Film Gewalt glorifiziert da ihr Einsatz immer mit Ästhetik kombiniert wird. Darin liegt für mich der Affront. Gewalt ist nicht ästhetisch und ihre Darstellung bestimmt wie wir dazu stehen. Ich gebe zu dass Dein Bud Spencer Einwand eine gewisse Rechtfertigung hat. Ich sehe Bud Spencer allerdings mehr in der Tradition (wenn auch nicht Qualität) alter Slapstickfilme in denen Gewalt an sich aber banalisiert wurde und nicht verherrlicht. Der Begriff "Neger" stammt übrigens aus dem Milieu der Leute die Du in Bezug auf den Praunheimfilm anprangerst. Will sagen: Neonazis. Willst DU also dem Vorurteil vorbeugen dass "Ossis" alle rechts sind solltest Du davon absehen diesen Begriff weiter zu verwenden.
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#10
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Lese grad ein Buch aus den 60ern wo das Wort "Neger" voellig normaler Sprachgebrauch ist, ohne rassistischen Hintergrund. Ausserdem, soll ich mir meinen normalen Wortschatz jetzt ernsthaft ueberlegen, nur weil die Nazis dieses Wort als Schimpfwort gebrauchen? Wo kommen wir dahin? Dass in 10 Jahren das Wort "Jude" rassistisch ist? Dass ich nicht mehr "Behinderter sagen darf?"
Sich ernsthaft ueberlegend danif |
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