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Waking Life - visuelles Meisterwerk oder überbewerteter Kunstmüll

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  #1  
Alt 18.11.2007, 22:29
Benutzerbild von danif
danif danif ist offline
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Registriert seit: 11.05.2007
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Standard Waking Life - visuelles Meisterwerk oder überbewerteter Kunstmüll

Unter uns, ich mag Filme die anders sind. Aber mit "Waking Life" hatt ich doch so meine Probleme.
Ohne Frage, als Anführer der Art einen schon gedrehten Film zu animieren, gehört er zu den Vorreitern dieser Kunst, aber die Handlung war doch schwere Kost.

Nach einer halben Stunde volle Dröhnung Philosophie musst ich eine Pause machen. Das hat nichts mit meiner Intelligenz zu zun, vielmehr dass dem Zuschauer einfach zu viel zugemutet wird, worüber man selbst erst einmal nachdenken muss. Aber dafür hat man leider keine Zeit. Von dem einem Geschehen, grät man sofort, ohne Unterbrechung in die nächste Situation.

Gäbe es einen Preis für die "Anzahl Wörter pro Minute" in einem Film, würde "Waking Life" ihn konkurrenzlos gewinnen.

Auf der ganzen Reise war ich dazu noch damit beschäftigt, darüber nachzudenken ob die Person nen Trip schiebt, das ganze nur träumt, oder sogar tot ist.

Am Ende des Films bin ich genauso klug wie vorher und frage mich: Was will mir dieser Film sagen?


Was haltet ihr von diesem Film, was sind eure Interpretationen und zu welcher Aussage in der Überschrift tendiert ihr?
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  #2  
Alt 18.11.2007, 23:21
Ponk
 
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Um eines vorraus zu schicken: als ich den Film sah, war ich nicht...ähm...beim klarem Verstand.
Ich bin mir nicht sicher ob das das Filmerlebniss intensiviert hat, oder mich abgelenkt hat. Der Film hat super Ideen, und war, wie du schon sagtest, extrem origenell. Auch was gesagt wird ist zu großen Teilen sehr schlau und stößt sehr zum Nachdenken an. Allerdings ist es in einem Mal gucken nicht möglich das auch nur im Ansatz alles aufzunehmen.
Des Weiteren habe ich mich gefragt "was würdest du von dem Film halten, wenn er nicht diese Optik hätte und dadurch fiel mir auf, dass der Film einfach zu wenig Substanz hat. Braucht man wirklich einen Film, in dem durchgehend nur geredet wird und das einzige "Interessante" ist die Optik? Da wäre mir das ale Buchform bedeutend lieber. Da hätte man auch mehr Möglichkeiten sich das Erzählte zu verinnerlichen.

Daher würde ich sagen: Guter Versuch, sehr mutige Technik, hätte man aber besser machen können.

Hat jemand "Scanner Darkly" gesehen? Ist der "besser", lohnt sich der?
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  #3  
Alt 19.11.2007, 19:32
Benutzerbild von jankenmaster
jankenmaster jankenmaster ist offline
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also ich finde den film ma richtig klasse.

ok, wenn man den film das erste ma sieht kann man natürlich nich alles aufnehmen,´. seh ich ein. aber der film wurde doch zwischendurch immer wieder aufgelockert, zB durch die bar-szene mit steven prince oder dem kerl im knast.

aber, wie war das bei euch, habt ihr den film auf deutsch gesehen? denke, auf englisch wär der doch ne nummer zu groß....

und was die animationen angeht, ja, ohne diese wär der film wohl nich ganz so gut, denn die halten den zuschauer doch schon bei der stange, so gings mir zu mindest.

über die theorie: ich denke, der kerl is am anfang des films gestorben, hatte seine lange traumphase und is dann entgültig übern jordan, als er am ende wegdüst

und zum titel: hm, weiß nich so recht, werd mich ma umhorchen^^

ps: will keiner mehr wissen, hab aber schon die 12te anfrage auf den film XD
__________________
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  #4  
Alt 21.11.2007, 17:36
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danif danif ist offline
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Also ich glaube ohne diesem visuellen, wirklich gut gelungenen, Effekt, hätte ich mir diesen Film niemals angeschaut und wäre wahrscheinlich auch nie in die kinos gekommen, höchstens in die Programmkinos und hätte auch keinen so großen Erfolg gehabt.
"A scanner darkly" ist da bei weiterem besser gelungen.
Ach und Ponk, wenn du gerne mal ab und an nicht bei klarem Verstand bist - zieh dir A scanner darkly rein. Du haust dich weg. Woody Harrelson und Robert Downey Jr. spielen so verdammt klasse und glaubwürdig. heh, diese Szene kenn ich doch...

Deine Theorie Jankenmaster, ist interressant, so ähnlich hab ich das auch gesehn. Nur dass er wirklich tot ist, dafür gab es für mich keinen Anhaltspunkt. Das Auto, welches ihn angefahren hat, geschah daher ja auch im Traum. Sehr verwirrend auf jeden Fall das Ganze, - obwohl ich ihn auch in deutsch gesehen hab.
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  #5  
Alt 21.11.2007, 20:34
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jankenmaster jankenmaster ist offline
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der lief ma im kino?! weltklasse!

vlt. war er ja von vornherein tot und das mit dem auto hat ihn sein hirn suggeriert, damit er ne erklärung für die ganzen sachen hat, aber du hast recht, wär der film nich animiert gewesen, wer er wirklich nich so gut rübergekommen...
__________________
schlauer spruch, wo bist du???
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  #6  
Alt 23.11.2007, 01:59
BlackJack BlackJack ist offline
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kann mich bei "A scanner darkly" nur anschliessen. Allein schon der Anfang wenn Robert Downey Jr versucht die Käfer loszuwerden ist genial. ich seh dass so dass "A scanner darkly" für die meisten leute besser ist, weil er sich auf ein zwei Themen konzentriert und nicht wie "Waking Life" die interessantesten und bizarrsten Theorien der letzten 40 Jahre anschneidet. Um das richtig gut zu machen hätte "Waking Life" wahrscheinlich doppelt so lang sein müssen. ich glaube viele Sachen bekommt man nur mit wenn man sich schonmal ansatzweise damit beschäftigt hat.
Hab den übrigens auf Englisch gesehen und muss sagen wenn man Englisch studiert hat und sich sich in seiner Freizeit mit der ein oder anderen merkwürdigen Theorie beschäftigt hat kann man dem Film auch im Original problemlos folgen.
Kann mir sogar gut vorstellen dass die Übersetzung mies ist, weil sich der Übersetzer um gut zu sein schon mit den entsprechenden Theorien auskennen müsste um das alles sinnvoll übersetzen zu können...

und was die Story angeht denke ich, dass es ja gerade darum geht, dass man sich nie sicher sein kann ob die Realität wirklich die Realität oder nur ein Traum ist. ihr wisst ja, wenn das Licht nicht aus geht seid ihr sicher...
__________________
Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.
Albert Einstein

Geändert von BlackJack (23.11.2007 um 02:14 Uhr).
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