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Morgen räum ich auf
Jeder hat so einen im Bekannten- oder gar Freundeskreis: einen, der es nicht hinkriegt mit der Ordnung, der in seinem ungeordneten Haushalt beinahe umzukommen scheint. Aber so recht einzuordnen wusste man dieses Phänomen doch erst, als der neudeutsche Begriff des \Messies\ aufkam und lebenshilfemäßig Schlagzeilen machte. Das war greifbar in all seinem Ausmaß, seiner Bedrohlichkeit. Klar wurde aber auch: So einer ist kein Einzelfall. Und: So einer hat seine Gründe. Die Autorin und Regisseurin Martina Elbert machte aus diesem Stoff einen tragikomischen Fernsehfilm, ein Mutter-Tochter-Stück, das sich als Zweikampf zwischen den Generationen sanft am Abgrund des Wahnsinns entlang bewegt. Dabei wird viel Wissenswertes über das Wesen der Messies transportiert. Zum Ausgleich für den geneigten Zuschauer tritt die Autorin dann aber doch die forcierte Flucht nach vorne, in die Komödie an. Mithin stolpert sich \Morgen räum ich auf\ einem herzlich begrüßten Beinahe-Happy-End entgegen.
Meinung:
Ich fand den Film durchweg sehenswert, zumal ich kurz vor einem Umzug mit dem Ziel der Wohnungsverkleinerung stand und somit mit ansehen konnte was passieren wird wenn ich mich nicht rechtzeitig von vielen liebgewonnenen Dingen trenne. Jetzt 6 Wochen nachdem Umzug muß ich sagen ich bin nochmal mit einem blauen Auge davon gekommen. Hat jemand den Film aufgenommen? Die Mutter/ Tochterbeziehung fand ich auch toll. Der Schluß war sicher nicht unbedingt realistisch, aber voller Hoffnung auf mögliche Veränderung.