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#1
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Gerry
Regisseur: Gus van Sant Jahr: 2002 Länge: 103 Minuten FSK: ab 12 Jahren INHALT: Zwei junge Männer, beide heißen Gerry (Matt Damon, Casey Affleck), fahren mit dem Auto in eine wüstenähnlichen Gegend, um irgendwann anzuhalten, auszusteigen und „Das Ding“ zu besichtigen. Nach zehn Minuten ändern sie ihre Meinung und wollen zum Auto zurück – und finden es in der Wildnis nicht mehr wieder. Sie besitzen nur was sie am Leib tragen und laufen immer weiter in die Wüste, abgeschnitten vom Rest der Zivilisation, reduziert auf ihre körperliche Existenz und nach schon nach kurzer Zeit soweit, das selbst die Zeit ihre Bedeutung verliert. KRITIK: Denkt man an Gus van Sant, hat man sofort Good Will Hunting vor Augen. Nach der Oscarnominierung dafür ließ er sich für das Psycho-Remake ausgiebig entlohnen und entsagte dann dem Hollywood-Kommerz zugunsten der Kunst. 2002 drehte van Sant dann Gerry, das Drehbuch hatte er zusammen mit den Hauptdarstellern Matt Damon und Casey Affleck entwickelt. Gerry ist nihilistisches Kunstkino in Perfektion, er entzieht sich jeglicher Konventionen, weder Handlung noch Spannungskurve spielen eine Rolle, Unterhaltung ist kein Maßstab. Van Sant ordnete alles dem Moment des Augenblicks, der Atmosphäre unter. Es gibt kaum Dialoge, die tolle Musik von Arvo Pärt erklingt nur drei Mal im Film, leise und verhalten, außer ihr ist da nur noch das omnipräsente Rauschen des Windes, das den Zuschauer gefangen nimmt. Die beiden Protagonisten laufen und laufen und laufen, ein endloser Marsch durch die undurchdringliche Wüstenlandschaften. In teils minutenlangen, bildgewaltigen Einstellungen verlieren sich die beiden Protagonisten irgendwo im Nichts. Und der Zuschauer läuft mit Ihnen. Was Scharen von Kritikern „langweilig“ nannten ist im Grunde der kleinste gemeinsame Nenner, auf den van Sant den Zuschauer mit den Charakteren bringt, in dem er sie dasselbe wie den Protagonisten widerfahren lässt. Der Film ist ein Erlebnis, anstrengend, aber mit unnachahmlicher Sogwirkung. Bereits nach kurzer Zeit wähnt man sich selbst mitten in der Landschaft, die Zeit wird für den Rezipienten ebenso wenig messbar wie für die Charaktere im Film. Die wunderbaren, fast surrealen Bilder zeigen die Natur als Urgewalt in ihrer Passivität, in der Menschen unbedeutende Bakterien sind. Gerry ist philosophisch, atmosphärisch und wunderschön. Weitere Geheimtipps gibt es unter der Rubrik Specials auf meiner Homepage.
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#2
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... stimmt, ich kann freaknot nur Recht geben. Dieser Film ist wirklich klasse. hat zwar in den USA eher marginalen Erfolg gehabt aber Matt D. gibt mal wieder ne gute Figur ab. Man könnte sagen, das war der "Geheimtipp" 2002!
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