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16.2. Lord of War - Händler des Todes, mit Nicolas Cage
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Titel: 16.2. Lord of War - Händler des Todes, mit Nicolas Cage
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Verfasst am: 10.02.2006, 20:38
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Lord of War - Händler des Todes
Andrew Niccol prangert in seiner schwarzhumorigen Actionsatire "Lord of War - Händler des Todes" den internationalen Waffenhandel an.
V:Fox, USA 2005, R: Andrew Niccol, D: Ethan Hawke, Nicolas Cage, Bridget Moynahan u.a.
Bomben statt Brot, Munition statt Moral
(tsch) Nicolas-Cage-Filme sind unberechenbar. Mal spielt er wahrhaft grandios, siehe Oscar-prämierter Part als selbstmörderischer Alkoholiker in "Leaving Las Vegas", mal raubt er einem wie in "Corellis Mandoline" oder "Family Man" mit weinerlichem Dackelblick und überzogenen Manierismen den letzten Nerv. Schaut man genau hin, wird schnell klar, Cage braucht einen guten, starken Regisseur, jemanden, der weiß, was er will und der es versteht, den wankelmütigen Mimen zu führen. Alan Parker ist dies beispielsweise bei "Birdy" gelungen, Cages Onkel Francis Ford Coppola bei "Peggy Sue hat geheiratet" wie auch Norman Jewison bei "Mondsüchtig". Und jetzt auch Andrew Niccol, der sich als Drehbuchautor von "Die Truman Show" einen Namen machte.
Nach dem vertrackten Sci-Fi-Ausflug "Gattaca" und der Mediensatire "Simone" folgt nun dessen dritte, nach eigenem Drehbuch umgesetzte Regiearbeit: "Lord of War - Händler des Todes". Furios geht's los, Erinnerungen an "Three Kings" werden wach. Im Vorspann wird die Herstellung einer Kugel gezeigt, die, nachdem sie die Fabrik verlassen hat, in einem Gewehrlauf landet; abgeschossen wird und im Kopf eines afrikanischen Kindsoldaten explodiert. Das heiße Thema: Waffenschieberei, die der ukrainische Immigrantensohn Yuri Orlov (Cage) in Perfektion beherrscht. Nach bescheidenen Anfängen in New Yorks Little Odessa steigt er vom Kleinkriminellen bis zum weltweit mächtigsten "Lord of War" auf. Versorgt skrupellose Staatsoberhäupter ebenso wie marodierende Rebellenarmeen. Wer zahlt, schafft an: von der Kalaschnikow bis zum Kampfhubschrauber ...
Mit atemlosem Tempo entwickelt Niccol seine Story, führt in Windeseile seine Hauptfiguren ein. Erzählt aus der Perspektive Orlovs, der auch mal Geldbündel zählend direkt in die Kamera spricht und Familiensinn beweist, indem er den jüngeren Bruder Vitali ("Alexander"-Intimus Jared Leto) zum Partner macht. Doch der Job bringt ihm nicht nur Devisen, Macht und eine schöne Ehefrau (berechnende "Goldgräberin": Bridget Moynahan), sondern erregt auch die Aufmerksamkeit des ruhelosen Interpol-Agenten Valentine (Ethan Hawke), der alles daran setzt, dem abgefeimten Orlov das skrupellose Handwerk zu legen.
Auf oberer Ebene funktioniert diese Waffenhändler-Mär als klassischer Thriller, als gut getimte Katz- und Maus-Hatz, bei der der facettenreich angelegte Nicolas Cage Häschern wie Gegenspielern - unter anderem Sir Ian Holm als Schieber-Guru - immer einen Schritt voraus bleibt. Es gibt keine noch so missliche Lage, aus der er sich nicht befreien kann, keinen noch so bösartigen Auftraggeber - Eamonn Walker lehrt einem als liberianischer Diktator das Fürchten - mit dem er nicht handelseinig wird. Die vielgepriesene political correctness findet hier schlichtweg keinen Eingang, was Suspense und Spannung gut tut.
Und dann ist da noch der Subtext, die Moralfabel, die unterschwellig zum Tragen kommt. 550 Millionen Schusswaffen kursieren zurzeit auf der Erde, räsoniert Orlov, jeder zwölfte Mensch besitzt also eine. Die Frage lautet nun: Wie kann man die restlichen elf Personen auch noch mit Waffen beliefern? Das geht nur, so lernt der Betrachter in der Folge, wenn Regierungen und Armeen mitspielen, wegschauen, wo sie hinschauen sollten. Alte Waffen verkaufen, um neue herzustellen. Wer wegschaut, macht sich schon schuldig, der (Anti-)Held ebenso wie das Publikum. Das ist perfide, zugegeben, jedoch durchaus richtig. Und gewagt auch. Doch der Filmemacher präsentiert diese Erkenntnis, diese "Botschaft", nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern schwarzhumorig, gut verdaulich verpackt: Erdig von Amir Mokri ("Bad Boys II") fotografiert, rasant von Zach Staenberg ("Matrix") geschnitten und mit einem eingängigen, passenden Soundtrack versehen - wobei die Titelvielfalt von "Cocaine" bis "Mama Africa" reicht. Ein temporeicher Action-Reißer mit Hirn.
Gebhard Hölzl
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 Waffenschieber Yuri Orlov (Nicolas Cage) wittert das große Geschäft. (Foto: 2006 Metro Goldwyn Mayer / Twentieth Century Fox)
Baptiste Senior (Eamonn Walker) mit Waffen für seine Kindersoldaten." border="0" /> Yuri Orlov (Nicolas Cage, links) versorgt seinen Kunden Baptiste Senior (Eamonn Walker) mit Waffen für seine Kindersoldaten. (Foto: 2006 Metro Goldwyn Mayer / Twentieth Century Fox)
 Yuris Ehefrau Ava Fontaine (Bridget Moynahan) sehnt sich nach einer ganz normalen Beziehung. (Foto: 2006 Metro Goldwyn Mayer / Twentieth Century Fox)
 Vitali (Jared Leto) fühlt sich in seiner Funktion als Waffenhändler immer unwohler. (Foto: 2006 Metro Goldwyn Mayer / Twentieth Century Fox)
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Zuletzt bearbeitet von text driver am 27.02.2006, 20:03, insgesamt 3-mal bearbeitet
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Titel: Lord of War
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Verfasst am: 25.02.2006, 11:26
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Absolut gelungener Film. Hätte nicht erwartet das LOW so ein Mindfucker wird. REGISEUR A. Niccol ist es gelungen die ernsthaftigkeit des Filmthemas mit viel schwarzem Humor zu verbinden ohne auch nur einmal aufgesetzt oder lächerlich zuwirken. Sehr strange fand ich im Kino die Reaktionen der Zuschauer,die in einem Moment lachten und wenig später sehr irritiert,fast geschockt reagierten. Endlich mal wieder ein intelligent gemachter tiefgründiger Film indem die Action nicht zu kurz kommt .Nicolas Cage spaltet die Cineastengemeinde. Manche werfen ihm vor nur durch seine Mimik zu glänzen.Für andere widerum gehört er zu den wandlungsfähigsten Leuten des Geschäftes. Es stimmt schon,ein so eigensinniger Character wie Cage benötigt einen starken Regiseur und eine auf ihn angepasste Rolle. Von allen Cage Filmen dieich bislang sah (also fast alle) spielt er hier als Yuri Orlov eine seiner besten Rollen. Ebenso beeindruckend,die Leistungen von Ian Holm als sein Widersacher im Waffengeschäft. Jared Leto (als sein Bruder Vitali) war mir bislang noch nicht vor die Linse geraten. Das wird sich ändern,ich fand ihn ebensostark wie Cage. Einzig Ethan Hawk in der Rolle des Interpol Agenten fand ich fehlbesetzt. Zu dieser Rolle hätte ein alter erfahrener Fuchs eher gepasst als ein relativ junger Agent.
Absoluter Geheimtipp für jeden den der Mainstreamaus HOLYWOOD langweilt.
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Titel: Echt gelungener Film
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Verfasst am: 25.02.2006, 16:45
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Der Film ist echt gelungen...
Cage zeigt wieder mal sein können.
Aber eine frage hab ich dann doch mal... Hab ürgendwo um Inet gelesen das Cage laut Vertrag im Film nicht mit einer Waffe gezeigt werden möchte. Aber das sieht im Film ja anders aus. Da hat er ja mehrmals eine in der hand. Stimmt es das es erst im Vertrag drin stand, das er nicht mit einer Waffe gezeigt werden will. Oder bezog sich das nur auf das abfeuern der waffen?
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Titel: Soundtrack
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Verfasst am: 27.02.2006, 16:03
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Habmal ne Frage zu dem Soundtrack zu dem Film.
Der Offizille soundtrack endhält ja nun nur die instrumentalstücke aus dem Film mich würden aber auch die anderen Titel interessieren, vor allem der hallejuhla Song(der wo seine Frau ihn verfolgt und seine "kammer" findet).
Hat da mal jmd ne komplette tracklist?
Mfg chilli
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Titel: Re: Soundtrack
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Verfasst am: 01.03.2006, 16:43
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Titel:
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Verfasst am: 03.03.2006, 14:01
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Ich ziehe wirklich den Hut vor diesem Machwerk.
Dieser Film enthält einfach alles was man zu einem echten Filmerlebnis benötigt. Tolle Charaktere, viel Witz und schwarzer Humor, eine Brise gut gemachter Action, gute Story und Tiefgang, aber absolut begeistert war ich von den abwechslungsreichen, sehr gut in Szene gestzten Kulissen, genialen Kameraeinstellungen, und zum Teil fotoreifen Bildern.
Eine reife Regieleistung!
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Titel:
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Verfasst am: 18.05.2006, 00:35
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an diejenigen den "LORD OF WAR" im kino veräumt haben ,unbedingt auf dvd zumindest ansehen ! intelligenter gemacht geht es kaum.
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Titel:
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Verfasst am: 14.07.2006, 15:28
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Hi,
ich hoffe, jemand kann mir hier helfen.
Also ich fand den Film auch wirklich gut und gelungen.
Aber mir geht ein Lied aus dem Film nicht mehr aus dem Kopf.
Gesungen wurde es in der Szene, als seine Frau ihm bis zum Bunker folgt und dann sein 'Büro' dort durchsucht und der Sohn ganz vorne noch warten muss. Und währenddessen singt ein Mann mit Gitarrenbegleitung und im Refrain kam immer wieder 'Halleluja ...'.
Das Lied kam mir zwar bekannt vor, aber ich weiß leider nicht von wem das ist.
Kann mir da jemand weiterhelfen?
Bitte )
Ich danke
bye
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Titel:
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Verfasst am: 25.07.2006, 03:12
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Jeff Buckley - Hallelujah
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Titel:
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Verfasst am: 25.07.2006, 22:03
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KRACHERFILM!!!!!
Geilste Szene: Der Diktator erschießt während eines Gesprächs mit Orlov einen seiner Diener wegen irgendner Nichtigkeit. Orlov antwortet(kein O-Ton): Scheisse, jetzt haben sie sie benutzt. Jetzt müssen sie sie bezahlen.
Zynisch bis zum Schluss zieht Lord of War eiskalt seine harte Linie durch und Cage ist geschaffen für den selbstgefälligen aber irgendwie einsamen Waffenschieber. Einfach gnadenlos böse und intelligent.
Wer den nicht gesehen hat ist selber schuld.
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Titel:
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Verfasst am: 22.10.2006, 15:31
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hi
hab eine frage und zwar:wie heißt das stück das gespielt wird als cage mit einer ak-47 in dem russischen lager sitzt und erzählt?
Ist ein klassisches Stück!
Kommt mir sehr bekannt vor fällt es aber nicht mehr ein
Bitte um Hilfe
MFG
emy
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Titel:
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Verfasst am: 22.10.2006, 17:07
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@emy
tschaikowsky - der schwanensee - le lac des cygnes
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