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Titel: Donnie Darko: Ein echter Kultfilm (6.8.)
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Verfasst am: 10.07.2006, 00:15
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Donnie Darko
(tsch) "Du bist schräg", sagt seine Freundin. Schizophren trifft es da schon besser. Donnie Darko - glänzend gespielt von Jake Gyllenhaal - ist rein äußerlich ein typischer Jugendlicher aus der amerikanischen Vorstadt, doch im Kopf des Jungen gehen merkwürdige Dinge vor sich. Er schlafwandelt, sieht ein finsteres Kaninchen, das die Apokalypse verkündet, und ist auch sonst ein sozialer Analphabet. vox zeigt den bizarren und unheimlichen Kultstreifen "Donnie Darko" (2000) nun erstmals im deutschen Fernsehen.
Frustrierter Soldat ("Jarhead", 2005), trauernder Witwer ("Moonlight Mile", 2002) oder schwuler Cowboy ("Brokeback Mountain", 2005) - Jake Gyllenhaal ist der perfekte Darsteller für schwierige Typen. Auch sein neuester Film "Zodiac" (ab 8. Februar 2007 in den Kinos), für den er aktuell vor der Kamera steht, wird harter Tobak für die Publikumsnerven. In David Finchers ("Panic Room", 2002) Thriller verfängt sich Gyllenhaal in dem perfiden Spiel eines Serienkillers. Den großen Durchbruch hatte der Youngster jedoch mit der Rolle des seltsamen Teenagers Donnie Darko.
Der wird von einem mannsgroßen, gruselig aussehenden Kaninchen mit silberner Totenkopfmaske heimgesucht. Es nennt sich Frank und steht eines Nachts in Donnies Zimmer. Da helfen keine Tabletten und psychologischen Sitzungen mehr. Das mysteriöse Karnickel erscheint immer wieder und prophezeit den Weltuntergang in genau 28 Tagen, sechs Stunden, 42 Minuten und zwölf Sekunden. Natürlich glaubt niemand Donnie, der zu randalieren anfängt, zwischendurch die Schule flutet und Häuser abfackelt.
Das Fantasy-Drama, das unter anderem von Drew Barrymore produziert wurde, avancierte schnell zum Kultfilm. Der damals 26-jährige Regie-Novize Richard Kelly bediente sich des Besten aus den Genres Teenie-Drama, Satire, Horror, Suspense und Science Fiction und braute daraus einen wilden, mysteriösen und fantasievollen Mix, in dem von Zeitreisen über Weltuntergang bis hin zu Teenager-Ängsten alles vertreten ist, womit sich Jugendliche beschäftigen (könnten).
Auch Kellys neuestes Machwerk "Southland Tales" (deutscher Starttermin noch unbekannt) ist wieder eine irre, wirre Mischung aus Komödie, Science Fiction, Musical und Thriller geworden. Es geht um den Unabhängigkeitstag, ein von Gewalt und Smog verseuchtes Los Angeles, einen Box-Helden und ein Porno-Starlet sowie eine neomarxistische Untergrundbewegung. Neben einer skurrilen, bisweilen verwirrenden Handlung setzt Kelly dem Publikum eine illustre Besetzung vor: The Rock, Sarah Michelle Gellar, Sean William Scott und Justin Timberlake. Das scheint zu viel des Abgedrehten. Bei den Filmfestspielen von Cannes, wo der Film im offiziellen Wettbewerb lief, schüttelten viele Kritiker verständnislos die Köpfe.
Nina Hortig | Donnie Darko vox 06.08.2006 22:15:00
 Hase Frank hat leider nicht den besten Einfluss auf Donnie (Jake Gyllenhaal): Er verleitet den Jungen unter anderem zum Vandalismus. (Foto: vox)
 Wer komisch ist wie Donnie (Jake Gyllenhaal), hat nicht nur Freunde. (Foto: vox)
 Seitdem er den Hasen Frank getroffen hat, ist in Donnies (Jake Gyllenhaal, hier mit Jena Malone) Leben nichts mehr, wie es war. (Foto: vox)
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Verfasst am: 06.08.2006, 23:15
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Ich hab den Film eben gesehen und habe ihn leider nicht ganz verstanden...Finde die ganze Story sehr verwirrend und manches auch sinnlos. Vom Ende hätte ich mir mehr versprochen, ich hatte gehofft, dass sich alles irgendwie klärt, aber das Gegenteil war der Fall =/
Kann mir irgendwer sagen, was da abging?? lol
Lg
Kimi
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Verfasst am: 07.08.2006, 03:57
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Donnie ist von der abgestürzten Turbine wirklich getötet worden. Der gesamte Film versucht meiner Ansicht nach bloß Donnies Übergang in den Tod in Bilder, Motive und Ideen zu fassen.
Ich meine gelesen zu haben, dass das menschliche Gehirn zum Zeitpunkt des Todes massenweise euphorisierende Botenstoffe im Gehirn freilässt, um so den Tod zu erleichtern. Man erlebt also seinen Tod unter Einwirkung "hauseigener" Drogen. Ein letztes mal richtig "High" sozusagen. Dass es dann auch ziemlich psychisch zugehen kann ist ja selbstredend.
Und dass die gesamte traumhafte Handlung des Film eigentlich bloß ein millisekunden kurzer Ausschnitt aus Donnies sterbenden Bewusstsein darstellen kann sollte damit eigentlich auch klar sein. Zeitreisen eben.
-R.U.Sirius
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Verfasst am: 07.08.2006, 06:54
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Also war er von Anfang an tot und der Film stellt seine eigene Zeitreise dar, in der er noch mal so richtig aufräumt und das Kaninchen als sein Alter Ego ihm Befehle gibt z.B. das Haus des Kinderpornotypen abzubrennen. Daher weiß seine Freundin am Ende des Films auch nicht wer er ist(war), weil das Ende wieder der Anfang ist, sozusagen.
Donnie Darko kann man aber wenigstens noch einigermaßen nachvollziehen im Gegensatz zum ähnlichen "Mulholland Drive"
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Verfasst am: 07.08.2006, 07:46
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Hallo,
bin sowas von neu hier. hab den Film auch nicht verstanden - aber Danke für die Erklärung - jetzt leuchtet mir vieles ein.
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Verfasst am: 07.08.2006, 17:31
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Ziemlich guter Film -
Ich seh es ähnlich wie R.U.Sirius - ist zumindest ein guter Ausgangspunkt, der Sinn macht - natürlich hat der viel wesentlich mehr Facetten - werd' ihn mir auf DVD zulegen ...
RoDeNi - wenn ich mir einen Tipp erlauben darf - bezüglich Mulholland Drive: versuchs mal unter dieser Adresse:
http://www.uni-koeln.de/phil-fak/englisch/berressem/velten/Narzisstische_Strukturen_in_Sunset_Blvd_und_Mulholland_Dr.pdf
... eine meines Erachtens hervorragende Interpretation dieses hochkomplexen Meisterwerks von Lynch. Sehr ausführlich - lohnt sich aber auf jeden Fall. Aha-Erlebnisse am laufenden Band sind garantiert. Für mich der psychologisch komplexeste Film aller Zeiten - aber eben nicht bloß "wirres Zeug" - einfach nur verdammt schwierig zu durchschauen ...
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Verfasst am: 10.08.2006, 00:59
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Nein. Donnie war nicht tod.
Es ist eher so wie in "und täglich grüßt das Murmeltier" Donnie und der "Hasen"Frank hängen in einer Art schleife fest.
Frank hat Donnie gewarnt und dammit das Schicksal von Donnie verändert da er nicht wie vorgesehen stirbt.
Das es eine schleife ist wird nicht gesagt aber man kann es erkennen zb in dem Kino sagt Donnie " hört das denn nie auf?" Hasenfrank antwortet "das weißt du genau"
Und zb fählt in dem gespräch auch der Satz "wieso trägst du dieses Dämmliche Menschenkostüm?"
Das ist aber vor Halloween
Und zu eurer Theorie mit Traum paßt nicht das Gretchen trotz sie am schluß sagt donnie nicht gekannt zuhaben winkt sie Trotzdem seiner Mutter zu.
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Verfasst am: 10.08.2006, 15:53
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Ich hab das Ende ganz anders interpretiert: ich denke, dass die Turbine des Flugzeuges in ein Portal geraten ist und so zurück an den 2. Oktober portiert wurde; das erklärt auch, dass niemand wusste woher die Turbine stammte.
Durch Donnies Tod wurde die schon geschehene Zukunft beeinflußt und geändert, so ähnlich wie es bei "Terminator" sein soll!
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Verfasst am: 11.08.2006, 23:35
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es ist so wie schwabe und filmfreak gesagt haben. ich denk nicht dass man da irgentwelche nahtoderfahrungen reininterpretieren muss.
donnie konnte auf grund seiner psychischen störungen kontakt zur zukunft aufnehmen.. so wie granma death
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Verfasst am: 12.08.2006, 03:59
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Sorry... aber da erscheinen mir... Nahtoderlebnisse realistischer und wahrscheinlicher. Portale, Telekinese, Zeitreise... tsktsk... xD
-R.U.Sirius
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Verfasst am: 12.08.2006, 10:46
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Aber wenn es denn wirklich gar nichts damit zu tun haben soll, warum wird den den ganzen Film darüber erzählt und von so welchen Portalen gelabert?
Und wenn deine Auflösung tatsächlich die richtige sein sollte, dann finde ich, ist der Film echt arm!
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Verfasst am: 14.08.2006, 02:21
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Ist die Wahrscheinlichkeit nicht hoch, dass das Gerede von Portalen und Zeitreisen Metaphern für den Prozess des Sterbens darstellt? Um sich der Unvorstellbarkeit des Dahinscheidens der eigenen Existenz zu nähern?
Ach und sollte der Regisseur eine Portal/Zeitreise Konstruktion im Sinn gehabt haben, so finde ich eher diese Version für arm.
-R.U.Sirius
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