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Brian Tyler feat. Slash The Fast And The Furious: Tokyo Drift
Das Erstaunlichste vorweg: "Tokyo Drift", dritter Akt der Oktan-Oper "The Fast And The Furious", hat einen Score. Man muss das betonen, weil die von Brian Tyler (u.a. "Constantine") komponierten Tracks im Heulen der Motoren und Quietschen der Reifen nahezu völlig untergehen - oder von halbnackten Frauen und schönen Autos überstrahlt werden. Aber nach dem Kinobesuch bleibt ja genügend Zeit, um all das nachzuholen, was man während der Raserei durch Tokios Straßen verpasst hat ...
Sage und schreibe 30 Tracks haben ihren Weg auf die Scheibe gefunden, die sowohl in Länge als auch Tempo massiv variieren. Während Tyler manches unter zu Hilfenahme von treibenden Elektro-Beats, TÜV-pflichtigen Hooks und Gitarrenriffs innerhalb von 90 Sekunden über die Ziellinie prügelt, cruist er an anderer Stelle minutenlang auf seichten Popwegen, ehe düstere Streicher, Celli und Pauken des Hollywood Studio Symphony Orchestra das Steuer übernehmen. Weil aus diesen Zutaten aber mittlerweile jeder zweite Score zusammengeschweißt ist, holte sich Brian Tyler den ehemaligen Guns'n'Roses-Gitarristen Slash an Bord, der ein paar Stücke pimpen durfte. Aller Ehrfurcht zum Trotz: Die Parts, die Slash bei "Mustang Nismo", "Welcome to Toyko" und "Sumo" einspielte, hätte auch jeder x-beliebige Studiomusiker übernehmen können. Das dicke gelbe "Featuring" auf dem Cover ist jedenfalls zu viel der Ehre ...
Gerd Hilber |
 (Foto: )
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