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Prosa

Stephen King: Doctor Sleep

Stephen King: Doctor Sleep

Zurück zum Shining

Fast vierzig Jahre ist es her, dass der damals noch junge, drogen- und alkoholabhängige Stephen King mit „Shining“ einen Meilenstein der modernen Horrorliteratur schrieb. Nun kehrt er mit seinem Roman „Doctor Sleep“ zurück zu Danny Torrance, der damals den Geistern des Overlook Hotels und seinem wahnsinnigen Vater entkam. Die Geister und seine besondere Gabe lassen ihn nicht los, und er versinkt selbst im Sumpf des Alkoholismus. Dass das Buch starke autobiografische Züge trägt, ist nicht zu übersehen. Dennoch kann der Versuch, einen Klassiker fortzusetzen, am Ende nur enttäuschen.

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Reza Hajatpour: Der schmale Weg

Reza Hajatpour: Der schmale Weg

Der lange Weg der Erinnerung

Ein junger Mann, der in eine traditionsbedachte, mächtige Familie hineingeboren wird, die nicht die seine ist; seine Mutter, eine schillernde aber rätselhafte Gestalt; sein Vater, dessen Identität er nicht kennt; das Medizinstudium im London der Sechziger, das ihn langsam aber sicher von dem vorgezeichneten „schmalen Weg“ seines Lebens in eine Freiheit führt, mit der er nicht umzugehen weiß: all das sind die Zutaten in Reza Hajatpours zweitem Roman „Der schmale Weg“, der unlängst in der Edition Hamouda, Leipzig, erschienen ist.

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Yassaman Montazami: Der schönste Tag

Yassaman Montazami: Der schönste Tag

Das Leben des Vaters in der Revolution

Noch während der Shah-Zeit emigrierte die Familie von Yassaman Montazami von Iran nach Frankreich; als Jahre später die Ehe der Eltern zerbricht kehrt ihr Vater Behruz nach Teheran zurück. Sein unkonventionelles Leben im steten inneren Kampf mit den herrschenden politischen Verhältnissen verarbeitete die Autorin in ihrem Debütroman „Der schönste Tag“, für den sie prompt mit dem Prix d'ambule ausgezeichnet wurde. Nun liegt das Werk auch auf Deutsch vor (erschienen im Sujet Verlag Bremen, aus dem Französischen von Jutta Himmelreich).

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Hatice Akyün: Deutsches Herz, türkische Seele

Hatice Akyün: Deutsches Herz, türkische Seele

Ich küss dich, Kismet

Mit drei Jahren kam Hatice Akyün nach Deutschland, wuchs in Duisburg-Marxloh auf – Sie wissen schon, diesem Stadtteil, auf den sich alle Nase lang die Boulevardpresse stürzt, wenn es mal wieder gilt, billige Ressentiments zu bedienen. Vor drei Jahren, als ein gewisser Ex-Senator Kasse machte indem er gegen Türken hetzte, und Akyün ständig als Quotentürkin in Talkshows eingeladen wurde, wo sie zwischen dickleibigen deutschen Politikern saß, die sich ebenfalls in ihren Vorurteilen und Sexismen suhlten, hatte die Journalistin und Autorin genug. Verständlicherweise.

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Fiktive Musik und reale Leben

Fiktive Musik und reale Leben

Selim Özdogan: Was wir hörten, als wir nach der Wahrheit suchten

Selim Özdogans 1995 erschienenes Debüt „Es ist so einsam im Sattel, seit das Pferd tot ist“, gilt weithin als Kultbuch. Und das bei einem Autor, der mit Labels und Schubladen offenbar eher wenig anfangen kann. Man nehme es einfach als gutes Marketing. Özdogan ist eine der angenehm frischen Stimmen der jungen deutschen Literatur, er schreibt eine direkte, lebensnahe Prosa, die tief ist und zugleich wunderbar unterhaltend. Da wundert es wenig, dass er als Vorbilder Namen wie Fauser oder Brinkmann und diverse Amerikaner aufzählt. All das Schwere, Bedeutungsvolle, an dem junge deutsche Autoren sich mühevoll abarbeiten (Ausnahmen ausgenommen) geht ihm völlig ab. Unterhaltung ist ein Begriff, vor dem er keine Angst hat, und das ist ein Segen. In „Was wir hörten, als wir nach der Wahrheit suchten“ unterhält er glänzend – trotz oder gerade wegen der experimentellen Form.

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