"Acolyte" von Delphic erinnert an New Order

Elektronisch-tanzbarer, melodiöser Gitarrenrock
Vorsicht, Vorschusslorbeeren! Erst kürzlich wurden Delphic bei der alljährlichen "Sound Of"-Umfrage der britischen BBC zu einem der viel versprechendsten Newcomer für 2010 gekürt. Schade nur: Die letzten Jahre haben gezeigt, dass viele der im wahrsten Sinne ausgezeichneten Bands eben vor allem in Großbritannien für Furore sorgen. Auch bei Delphic darf man skeptisch bezüglich ihrer Erfolgschancen sein. In den vielstimmigen Chor der Jubelstimmen sollte man dennoch unbedingt einstimmen. Ihr Debüt "Acolyte" löst das Versprechen ein, dass die ersten Singles, die Herkunft und der musikalische Ansatz der Band bereits gaben.
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These New Puritans gehen in "Hidden" neue Wege

Experimental, avantgardistisch, kurz: sehr interessant
Schubladen waren gestern: Hatte man die These New Puritans mit ihrem Debüt grob dem Post-Punk-Revival zuordnen können, wird dies mit dem Nachfolger "Hidden" unmöglich. Denn das britische Quartett fährt auf, was möglich ist: Referenzen an moderne Komponisten wie Steve Reich und Benjamin Britten, gleichzeitig Hinweise auf Dancehall und R&B, japanische Trommeln, Kinderchor, Blech- und Holzbläser kommen zum Einsatz. Experimental-Rock und Avantgarde-Pop - oder kurz: ein ziemlicher Brocken.
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Adam Green gibt sich auf "Minor Love" wie immer

Zarte, unscheinbare Songs
Anti-Folk-Slacker
Adam Green bleibt sich treu. Auch auf seiner sechsten Platte serviert das Mitglied der derzeit inaktiven Moldy Peaches wieder feingeistige bis feiste Lyrik und fast schon balladeske Musik, die sich selbst scheinbar nicht so ernst nimmt.
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Vampire Weekend geben "Contra"

Unkonventioneller und doch massentauglicher Pop
Es ist wahrscheinlich der einzig mögliche Schritt nach einem von der Kritik gefeierten Debüt, einem Album, das 2008 den größtmöglichen Indie-Pop-Konsens darstellte: Vampire Weekend geben "Contra". Denn das New Yorker Quartett setzt alles daran, sein Image als nerdig-nette Collegerock-Jungs mit Afrobeat-Spleen und Paul Simons "Graceland" im Plattenschrank loszuwerden. Und schafft nicht nur dies mit erstaunlicher Leichtigkeit, sondern mit "Contra" auch ein gleichermaßen kompaktes wie ausuferndes, ein allgemeingültiges und dennoch den Zeitgeist auf den Punkt bringendes Pop-Meisterwerk.
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Keane "Hopes and Fears" (Deluxe Edition)

Ganze 25 Bonus-Pop-Balladen a la "Coldplay"
Wer sich einmal gefragt hat, um was es sich bei den Abbildungen handelt, die den Bandschriftzug auf dem
Keane-Debüt so schön umrunden, soll nicht länger rätseln: Das sind Klavierhämmer, ein Hinweis auf die für den Sound der Briten maßgeblich verantwortlichen Gerätschaften. Denn nur zur Erinnerung: Die Musik der Band um Tom Chaplin kommt ohne Gitarre aus. Musikalischer Stichwortgeber ist das Klavier Tim Rice-Oxleys. Jetzt erscheint "Hopes And Fears" als sogenannte "Deluxe Edition" - und ist in der Tat ein ziemliches Statement.
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