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Die 10 besten Filme 2006

2006 war ein gutes Kinojahr. Gut zwei Dutzend Filme fand die Redaktion von Cineastentreff.de so gut, dass wir uns gerne daran erinnern und der DVD-Veröffentlichung mit Freude entgegen blicken. Das ist nicht wenig (für die, die jetzt entgegnen wollen, sie hätten mehr erwartet): Genau genommen sind es zwei Filme pro Monat, die im Gedächtnis bleiben. Welche andere Kunstgattung kann von sich behaupten, einen solchen Output zu haben?

Aus den zwei Dutzend haben wir schließlich diejenigen ausgewählt, die wir als unsere Filme des Jahres ansehen.


Platz 1: Miami Vice Der beste Film des Jahres dürfte für Viele eine Überraschung sein: Miami Vice. Dass Michael Mann mit „Heat“ schon einen besseren Film gemacht hat, hielt uns nicht davon ab, die Kinoadaption der legendären TV-Serie zur Nummer Eins in 2006 zu wählen. Es ist ein durchgestylter, überraschender, melancholischer Crime-Thriller, der uns nach dem Kinobesuch zu Begeisterungsstürmen (der Soundtrack! die Bilder!) hingerissen hat und uns immer noch überzeugt, dass große Kunst weder prätentiös noch langweilig sein darf.

Platz 2: Marie Antoinette Platz 2 auf unserer Bestenliste: Marie Antoinette. Vielleicht der beste Kostümfilm aller Zeiten, der sehr dezent und quasi durch die Hintertür zeigt, dass die Französische Revolution so zwangsläufig war wie der Untergang des Römischen Reiches. Ein komplettes Meisterwerk, das nur deshalb nicht auf Platz 1 steht, weil „Miami Vice“ reinstes Überwältigungskino ist und „Marie Antoinette“ stiller wirkt.

Platz 3: Apocalypto Platz 3 nimmt erneut ein Actionfilm ein: Apocalypto. Was Mel Gibson privat zu sagen hat, ist zwar interessant, für die Bewertung seines Films aber sekundär. Denn was man auf der Leinwand sieht, sagt nur eins aus: dies ist das Werk eines Könners. In 2006 hat es sicher keinen besseren Actionfilm gegeben und wann das zuletzt der Fall gewesen ist, können wir kaum glauben: 1988. Da kam „Stirb langsam“ in die Kinos und setzte neue Maßstäbe für das Actiongenre, die erst jetzt wieder erweitert wurden. So unmittelbar wie „Apocalypto“ haben wir noch selten einen Film erlebt.

Platz 4: The Hills Have Eyes Platz 4: The Hills Have Eyes. Alexandre Ajas Horror-Thriller ist so spannend, dass man sich zwei Stunden lang kaum rührt. Schon „High Tension“ war ein Spitzenfilm, extrem brutal, aber stets aus der Story her begründet und mit „The Hills Have Eyes“ verhält es sich ebenso, nur ist dieser vom Ansatz her weit größer angelegt. Mehr Schauplätze, mehr Personen, kein reiner Verfolgungsthriller wie „High Tension“. Aber: nichts für zarte Gemüter. Hier werden auch Identifikationsfiguren gnadenlos erschossen. Und selbst das Ende befreit einen nicht von den Horrorbildern, etwa durch ein erlösendes Happy-End, sondern setzt noch einen drauf...

Platz 5: München Platz 5: München. Der Film ist etwas untergegangen, vielleicht weil er zu inopportun ist? Jedenfalls passt er nicht in die gängigen Medienurteile zum Konflikt zwischen Israel und Palästina. Und ja, es ist ein dialoglastiger Film. Aber wer gute, erhellende Gespräche spannend findet, kommt hier auf seine Kosten. Überflüssig zu sagen, dass Spielberg brillant inszeniert – das stimmt jedes Bild, die Übergänge sind geschmeidig, fließend – man muss halt bei der Sache bleiben, als Zuschauer verliert man sonst schnell den Faden. Ein Film für einen ruhigen, konzentrierten Abend.

Platz 6: In den Süden Platz 6: In den Süden. Noch ein unter Wert geschlagener Film. Differenziert und mit viel Einfühlungsvermögen wird hier über Sextourismus erzählt, speziell den von Frauen über 50 in der Südsee. Durchaus eine schmerzhafte Erfahrung, dieser Film, weil Dinge ausgesprochen und gezeigt werden, die in den Mainstream-Medien unterschlagen werden.

Platz 7: We feed the world Platz 7: We feed the world. Ein Dokumentarfilm mit Spielfilm-Qualität. Spannend, visuell atemberaubend und inhaltlich erschütternd. Es geht um die Nahrungsproduktion für die westliche Welt, um deren Kosten für die Dritte Welt, um die Qualität und um die Aussicht, dass demnächst vielleicht auch Trinkwasser Geld kostet. Keine Angst, dies ist kein missionarischer Film eines Öko-Fundis, sondern ein sehr nüchterner Film über Ursache und Wirkung industrieller Nahrungsmittelherstellung.

Platz 8: Volver Platz 8: Volver. Penelope Cruz war nie besser und ist unser Tipp für den Oscar. Ein sehr angenehmer Film, mit einigen Längen, wie bei Almodovar üblich, aber im Ganzen sympathisch und herzerwärmend romantisch. Auf jeden Fall der beste Film von Almodovar.


Platz 9: Syriana Platz 9: Syriana. Da werden jetzt sicher einige aufschreien – zu kompliziert, zu politisch, zu viel Gerede. Wir sagen: Nein und meinen damit: gerade kompliziert genug für die Themen, um die es geht und zudem schauspielerisch durch die Bank erstklassig. Matt Damon ist so gut wie seit „Der talentierte Mr. Ripley“ nicht mehr (und sicher besser als in „Departed“, einem aus unserer Sicht größten Enttäuschungen des Jahres). George Clooney hat den Nebendarsteller-Oscar völlig zu Recht verdient.


Platz 10: Hostel Platz 10: Silent Hill Platz 10: Hostel und Silent Hill gleichauf. Zwei exzellente Horrorfilme, überraschend, neu, technisch auf höchstem Niveau und auch inhaltlich mit einer für das Genre bisher unüblichen Substanz.

Weitere Filme, die nur knapp nicht in unsere Top 10-Liste des Jahres gekommen sind: Babel, Borat, Tsotsi, Napoleon Dynamite, Breakfast on Pluto, Friends with Money.

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